Kanuwandern in Schweden
Der unseres Wissens momentan einzige überregionale Schweden-Kanuguide stellt 49 Kanugewässer in Süd- und Mittelschweden vor. Die Touren sind teils miteinander zu kombinieren und teils sogar in mehreren Varianten vertreten, so dass es sich insgesamt um deutlich über 50 Strecken zur Auswahl handelt. Zu den vorgestellten Kanurevieren gehören Lagaleden, Tidan, Fegen, Ätran, natürlich Dalsland, Glaskogen, Nissan, Båven, Rönne å, Immeln und Halen, Strömsholmskanal, Fuluälven, Tiveden, Ronnebyån, Flottarleden, Bullareleden, Svartälven, Stångån, Veman, Rogen, Ljusnan u.a.
Praktische Tipps gibt es zu Karten, Lagerplätzen, Portagen, Kraftwerken, Schleusen, Stromschnellen, Treideln, Waten und Sehenswertem entlang der Strecken, im Anhang eine Tourenübersicht, Kanuzentralen (auf die im Rahmen der Streckenbeschreibungen Bezug genommen wird) und Touristenbüros. Breiten Raum nimmt das Allemansrätten ein, in Deutschland oft missverständlich als Jedermannsrecht bezeichnet – ein Verhaltenskodex vor Ort, der an Brisanz gewonnen hat, seitdem die Vielzahl der Kanuten sowie leider auch das Fehlverhalten Einzelner das Gleichgewicht in der Natur mancherorts empfindlich stören.
Abschließend noch eine wichtige Klarstellung zu den Karten, worauf auch im Buch selbst hingewiesen wird: Die schematischen Karten dienen der Tourenplanung, damit die Benutzer eine Strecke – zusammen mit dem beschriebenen Tourenprofil samt Angaben zu Streckenlänge, Dauer etc. – leichter einschätzen können, ob diese für sie selbst geeignet ist. Vor Ort ist eine detaillierte Karte unerlässlich; welche, verrät das Buch.
Aktualisierungen
Tour 2:
J. Roß berichtet: “In diesem Jahr (2011) sind wir Mitte Juni den Helge å ab Russby gefahren – soweit es ging bis kurz vor den Dammbruch. Eine schöne Tour für 2 und zwei halbe Tage. Über die gesamte Tour haben wir keine weiteren Kanuten getroffen. Möglicherweise haben sich die Interessenten wegen dieses Vorfalls doch eine Alternative gesucht. Es folgen Anmerkungen zu einzelnen Streckenpunkten:
Nr. 5: Schnelle (Seite 32, 2. Absatz): »Die Strecke bis Gustavsfors ist teilweise schwierig zu befahren«: Das fanden wir nun gar nicht. Gerde dieser Abschnitt ist eigentlich einer der eher entspannten auf der ganzen Tour. Aber das mag subjektiv sein.
Nr. 8 Delary Kraftverk (Seite 33): »Aussetzen links, aus Rücksicht auf die Bewohner am rechten Ufer«: Das geht nach unserer Erfahrung nicht mehr, da links ein neuer erhöhter Damm aus Felsbrocken aufgeschüttet wurde, wo man praktisch nicht mehr aussteigen kann. Wir sind bis an den Damm gepaddelt und dann rechts ausgestiegen, so dass man erst hinter dem letzten Haus vorbeikommt.
Nr. 8 Delary Kraftverk (Seite 33): »Portage über die Str. 120, dann den Bankvägen entlang und nach links zum Kraftwerk hinunter. Links vorbei und ca. 100m weiter flussabwärts einsetzen«: Das haben wir so nicht hinbekommen; bis zum Kraftwerk klappt es aber eine brauchbare Einsatzstelle haben wir nicht gefunden. Die Alternative – und die ist augenscheinlich so auch »vorgesehen« – geht so: »…dann den Bankvägen entlang und hinter der nächsten Brücke nach links auf einen Fahrweg. Diesen ca. 200 m entlang bis zu einer Einsatzstelle auf der linken Seite.«
Nr. 12 Hallaryd (Seite 33): »Aussetzen rechts am Schild«. Da gibt’s kein Schild (mehr) – und das ist nicht ungefährlich, da es kritisch werden kann, wenn man über diesen Punkt hinausfährt. Besser wäre m. E. »Aussetzen 10 m rechts vor der Schnelle. Achtung: Nicht in die Schnelle usw.«
Nr. 13 Kornberga (Seite 33): Mühle. »Aussetzen am linken Ufer.« Da an der Mühle ein neuer Damm entsteht, kommt gleich, wenn man da anlegt, der (freundliche aber verunsicherte) Eigentümer an und schaut, ob man sein Bauwerk auch nicht beschädigt. Um ihn nicht zu beunruhigen, hieße es besser: »Aussetzen am rechten Ufer gegenüber der Schnelle und am Kanal zur Mühle entlang zur Straße« usw.
Wir sind dann noch weiter bis Visseltofta und haben uns da vom Kanuverleiher abholen lassen.” Der Verlag ist sehr dankbar für diese detailreiche Leserpost, die allen zukünftigen Paddlern dort zu Gute kommen wird.
Seite 226:
Angaben Tour 25, Kanuzentrale KC SKEBOKVARN: Sparreholmsvägen 8, Skebokvarn, SE-64291 Flen, Tel. 0046 – (0)157 – 72028, Fax 0046 – (0)8 – 55017073, info@skebocanoe.se, www.skebocanoe.se. Ganzjährig geöffnet.
Leserpost
J. Roß
Seit vielen Jahren fahren wir zum Kanuwandern nach Schweden – und Ihr Buch ist immer dabei! Interessante Touren, gut recherchiert und übersichtlich. Danke.V. Zahner
Ich habe mich über den Führer sehr gefreut. Neben vielen anderen Dingen besonders, da er in dem Kapitel »Tiere beobachten ohne zu stören« wirklich einfühlsam und kenntnisreich wertvolle Tipps gibt, wie man Rücksicht auf die Vogelwelt nehmen kann.
Kanuwandern in Schweden
ISBN 978-3-937452-21-0
2010 (3. akt. Auflage)
240 Seiten
17 Abbildungen
62 Kartenskizzen
Euro 19,90
